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Einfache Sprache
Ludwig van Beethoven wurde 1770 in Bonn geboren. Der Großvater war mit der Familie von Mechelen nach Bonn gezogen, um dort in der Hofkapelle zu spielen. Auch Beethovens Vater war musikalisch und wurde Sänger. Er erkannte früh das Talent seines Sohnes und ließ ihn im Klavierspiel unterrichten. Mit sieben Jahren trat Ludwig zum ersten Mal öffentlich auf und wurde als Wunderkind gefeiert. Mit 12 Jahren veröffentlichte er erste eigene Kompositionen und bereits mit 14 Jahren erhielt er eine feste Stelle als Organist – außerdem spielte er in der Hofkapelle Cembalo und Bratsche. 1792 machte der Komponist Joseph Haydn in Bonn Halt. Er vereinbarte mit Beethoven, dass dieser zu einem kurzen Studienaufenthalt nach Wien kommen solle. Am Ende blieb Beethoven bis zu seinem Tod 1827. Er nahm Unterricht, fand Förderer und komponierte eifrig. Sonaten, Streichquartette und Sinfonien entstanden. Schon mit 25 Jahren machte sich ein Leiden bemerkbar: Beethoven konnte immer schlechter hören und wurde mit 43 Jahren ganz taub. Dadurch nahm seine Karriere als Pianist ein vorzeitiges Ende und er verlegte sich ganz aufs Komponieren. Es ist erstaunlich, welch umfangreiches Werk er trotz seines Hörproblems schuf. Seine Popularität ist ungebrochen und heute gehört er zu den meistgespielten Komponisten der Welt. Er gilt als ein Vertreter der Wiener Klassik und Wegbereiter der Romantik. Seine wohl bekanntesten Werke sind das Klavierstück „Für Elise“ und die Symphonie Nr. 9. Darin vertonte Beethoven das Gedicht „An die Freude“ von Friedrich Schiller – es wurde 1972 zur Europahymne gewählt.