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Den Auftakt der Grottenanlage bildet eine im Zuge der barocken Erweiterung des Schlosses angelegte, kleine Terrasse mit Loggia und Brunnenbassin. Sie diente zusammen mit dem Treppenturm als Bindeglied zwischen dem festlichen Speisesaal im zweiten Obergeschoss des Rundturms, dem ehemals vorgelagerten Dachgarten und der Grottenanlage. Versteckt neben der Loggia befindet sich ein heute nicht öffentlicher Zugang aus dem 16. Jahrhundert zum Nordflügel, wo bereits Ottheinrich im Erdgeschoss eine fürstliche Badestube hatte einrichten lassen. Die Skulptur an der Fassade des Nordflügels zeigt den mythologischen Gott Saturn, der – weil ihm prophezeit wurde, dass eines seiner Kinder ihn einmal stürzen würde – seine Kinder frisst, um dies zu verhindern. Die mit Tuffstein verblendete Loggia weist Nischen und Fratzen mit Muscheldekor auf. Ein Blick über die Terrassenmauer auf das untere Residenztor zeigt das Allianzwappen von Kurfürst Karl Theodor und seiner Gattin Elisabeth Auguste, die erstmals 1752 zu einem längeren Aufenthalt nach Neuburg kamen. Das Zentrum des unregelmäßigen Höfchens selbst bildet das Brunnenbassin, zu dem ursprünglich ein Wasserspeier in Form eines aus Kupfer getriebenen, springenden Hirschen vom Augsburger Künstler Hans Reisinger gehörte. Unter dem Pflaster des Höfchens haben sich Reste der ehemaligen Stadtbefestigung, der mittelalterlichen Vorgängerbauten des Schlosses und die nordöstliche Terrassenmauer aus der Zeit Ottheinrichs erhalten. Letztere ist im Pflaster abgesetzt dargestellt. Zwei Bogenöffnungen führen in die eigentlichen Grotten.