Sprache
Einfache Sprache
Das Erdmännchen! Trotz ihres niedlichen Äußeren gehören Erdmännchen, aus dem südlichen Afrika, zur Ordnung der Raubtiere, und daran besteht auch kein Zweifel mehr, wenn man sieht, wie sie Beute machen und verteidigen. Und zur Beute gehören neben Insekten auch durchaus Schlangen und sogar giftige Skorpione! Dabei sind Erdmännchen sehr futterneidisch und versuchen sich ständig gegenseitig die Beute streitig zu machen. Allerdings sind Erdmännchen auch sehr sozial und leben in Familiengruppen die bis zu 30 Tiere umfassen können. Innerhalb dieser Verbände sind sie gut organisiert und wechseln sich bei den verschiedenen Aufgaben immer wieder ab. Zu jeder Zeit beobachten Wächter aufmerksam die Umgebung während andere Tiere ganz entspannt die Sonne genießen, am gemeinschaftlichen Bau arbeiten, auf die Jungtiere aufpassen oder nach Nahrung suchen. Nach einiger Zeit wird dann durchgewechselt und andere Tiere übernehmen für eine Zeit die jeweiligen Aufgaben. Die Position des Wächters ist dabei wohl die Wichtigste in der ganzen Gruppe. Meist stehen diese auf erhöhten Geländestellen wir Termitenhügeln oder Baumstümpfen und recken sich in die Höhe, um einen guten Überblick über die Umgebung zu haben. Dieses Verhalten, das aussieht wie „Männchen machen“ in Kombination mit dem Wohnen in unterirdischen Erdbauten hat den Tieren letztlich auch ihren deutschen Namen eingebracht. Wenn diese Wächter dann eine Gefahr ausmachen, warnen sie mit schrillen Alarmrufen die gesamte Kolonie. Dabei weiß man heute, dass Erdmännchen sogar unterschiedliche Warnrufe für unterschiedliche Gefahren haben: Der Warnruf vor einer Schlange klingt deutlich anders als der vor einem Greifvogel! Im Falle einer Schlange, welche sich ja meistens auf dem Boden fortbewegt. flüchten sich alle Erdmännchen dann sofort auf höher gelegene Positionen. Erklingt der Warnruf vor einem Greifvogel, verschwinden dann dafür alle blitzschnell im unterirdischen Bau.