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Das Erdmännchen Erdmännchen stammen aus dem südlichen Afrika und gehören trotz ihres niedlichen Aussehens zur Ordnung der Raubtiere. Das zeigt sich deutlich, wenn man beobachtet, wie sie jagen und ihre Beute verteidigen. Neben Insekten fressen sie auch Schlangen und sogar giftige Skorpione. Ihr Körper ist an diese Nahrung angepasst, denn Erdmännchen können das Gift vieler Skorpione unschädlich machen. Erdmännchen sind sehr futterneidisch und versuchen sich häufig gegenseitig die Beute streitig zu machen. Gleichzeitig sind sie aber ausgesprochen soziale Tiere. Sie leben in Familiengruppen, die bis zu 30 Tiere umfassen können. Innerhalb dieser Gruppen sind die Aufgaben klar verteilt, und die Tiere wechseln sich regelmäßig ab. Einige suchen nach Nahrung, andere kümmern sich um die Jungtiere, graben am Bau oder ruhen sich in der Sonne aus. Eine besonders wichtige Rolle hat der Wächter. Erdmännchen stellen sich dafür auf erhöhte Punkte wie Termitenhügel oder Baumstümpfe und richten sich auf, um die Umgebung zu überblicken. Dieses Verhalten, das an das „Männchen machen“ erinnert, zusammen mit dem Leben in unterirdischen Bauten, hat ihnen ihren deutschen Namen eingebracht. Wächter warnen die Gruppe mit schrillen Rufen, sobald sie eine Gefahr entdecken. Dabei unterscheiden Erdmännchen verschiedene Alarmrufe. Ein Ruf vor einer Schlange klingt anders als der vor einem Greifvogel. Bei einer Gefahr am Boden flüchten die Tiere auf erhöhte Positionen. Droht Gefahr aus der Luft, verschwinden sie blitzschnell im Bau. Dieses ausgeprägte Sozialverhalten und die klare Kommunikation machen Erdmännchen zu einer der faszinierendsten Tierarten der Savanne.
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