Sprache
Einfache Sprache
Gottfried Wilhelm Leibniz war ein bedeutender Mathematiker, Physiker, Philosoph und Sprachwissenschaftler, zudem ein exzellenter Historiker und Diplomat. Geboren wurde er 1646 in Leipzig. Schon als Kind brachte er sich freiwillig Latein und Griechisch bei und las mit Vergnügen philosophische und lateinische Schriften. Mit 15 Jahren wurde er Philosophiestudent. Nebenbei bildete er sich in Mathematik, Physik, sowie griechischer und lateinischer Poesie fort. Später zusätzlich in Astronomie, Mechanik und Jura. Sein Ziel war, unabhängig forschen, lernen und lehren zu können. Deshalb lehnte er eine Professorenstelle ab, die ihm im Alter von 20 Jahren angetragen wurde. Er bezweifelte, sich in einem solchen Beruf entwickeln zu können. Doch von irgendetwas musste auch das „Universalgenie“ leben. Letztlich arbeitete er an verschiedenen Adelshöfen und fand Gönner, die seine wissenschaftliche Arbeit finanzierten. Für Leibniz war die Wissenschaft eine Einheit bei der alle Bereiche zusammenhängen. Nur so war es auch möglich, dass er auf den verschiedenen Gebieten so herausragende Leistungen zustande brachte: Leibniz erfand eine Rechenmaschine für die vier Grundrechenarten und entwickelte ein duales Zahlensystem, das zur Grundlage unserer heutigen Computer wurde. Der „Alleskönner“ legte auch Pläne für ein Unterseeboot vor und erfand ein Gerät zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit. Mit seinen Gedanken und Ideen hatte er großen Einfluss auf die Aufklärung. Er verstarb 1716 in Hannover. Zeit seines Lebens stand Leibniz mit zahlreichen Gelehrten und Wissenschaftlern in Kontakt und schrieb viele Briefe. Ein großer Teil seiner Gedanken findet sich in diesen Briefen und in seinen Aufsätzen wieder.