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Einfache Sprache
Aeneas im Schloss? Wer ist das denn überhaupt? Aeneas ist die mythische Gründungsfigur Roms – und damit auch des größten Reichs der europäischen Geschichte. Die „Aeneis“ des römischen Dichters Vergil ist bis heute eines der wichtigsten Epen der Weltliteratur. Wenn sich Kurfürst Max Emanuel mittels etlicher Deckenmalereien im Schloss auf Aeneas beruft, dann stapelt er nicht gerade tief. Wir wollen bei unserer kurzen Hörtour durch das Schloss dieser Geschichte näher auf den Grund gehen. Dabei erkunden wir sozusagen im Vorbeigehen auch die Prunkräume des Neuen Schlosses. So wie das Prunktreppenhaus, das hoch oben in einer kleinen Kuppel, der so genannten Laterne, endet. Das Kuppelfresko von Cosmas Damian Asam zeigt Venus in der Schmiede Vulkans. In jener werden gerade die Waffen für Venus‘ Sohn Aeneas hergestellt. Aeneas, in barocker Pose mit Allongeperücke dargestellt, trägt unverkennbar die Züge Kurfürst Max Emanuels. Wir haben es also mit einem Fürsten zu tun, der sich nicht nur auf Aeneas beruft, sondern sich sogar bildlich mit ihm identifizieren lässt. Warum? Das wollen wir bei der nächsten Station im Großen Saal direkt nach dem Treppenhaus klären.