Sprache
Einfache Sprache
Goethe wurde 1749 in Frankfurt geboren. Seine Familie war sehr reich und statt eine normale Schule zu besuchen, unterrichteten ihn Hauslehrer in Latein, Griechisch, Geschichte und Fechten. Später zog Goethe zum Jura-Studium nach Leipzig und Straßburg. Mitte 20 begann er ernsthaft mit dem Schreiben. Nach dem Drama „Götz von Berlichingen“ entstand in wenigen Wochen der Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“. Dieses Buch war ein großer Erfolg und Werther kam buchstäblich in Mode. Manch einer kleidete sich sogar wie die Romanfigur. Auch Herzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach nahm von Goethe Notiz und holte den Dichter an seinen Hof. Goethe war nun ein geachteter Minister und zudem Leiter des Hoftheaters. Doch die lästigen Amtsverpflichtungen in Weimar wurde er schnell leid. Daher machte er sich 1786 auf nach Italien, um sich endlich wieder dem Schreiben zu widmen. Nach seiner Rückkehr lernte Goethe Christiane Vulpius kennen, die Jahre später seine Ehefrau und Mutter seines Sohnes werden sollte. Außerdem begegnete er Friedrich Schiller, der den Dichterkollegen anfangs schrecklich fand. Doch bald wurden sie unzertrennliche Freunde. Sie gaben sich gegenseitig ihre neuen Werke zu lesen und hielten das Weimarer Hoftheater am Laufen. Als Schiller 1805 starbt, verlor Goethe nach eigenen Aussagen nicht nur einen Gefährten, sondern „die Hälfte seines eigenen Daseins“. Zur Ablenkung schrieb Goethe das bekannte Theaterstück „Faust“. Goethe starb am 22. März 1832 im Alter von 82 Jahren. Doch seine Werke werden bis heute gelesen und vorgetragen.