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Einfache Sprache
Karg und schmucklos ist dieses alte Holzhaus anzuschauen. Über der Tür des einfach konstruierten Balkons – ein sogenannter Stangenschrot – ist das Jahr 1611 eingeritzt. Damit handelt es sich um eines der ältesten erhaltenen Bauernhäuser in Niederbayern. Es stammt von einem großen Hof im Weiler Freiling. Dort, in der Gemeinde Wurmannsquick, war es das Austragshaus. Darin wohnten die Altbauern, nachdem sie den Hof an einen Nachfolger übergeben hatten. In dem Haus befanden sich auch ein Stall und ein Getreidespeicher. Die Austragler konnten also in kleinem Rahmen noch selbst wirtschaften. Bis zu seiner Übertragung nach Massing hatte das Freilingerhäusl als ein Schupfen überdauert. Im Freilichtmuseum wurden alle Details bis hin zu Lehmboden und Holznägeln in tradierter Bauweise wiederrichtet. Der Blockbau aus Kanthölzern ist auf Eichenschwellen gesetzt. Das Dach war und ist mit hölzernen Legschindeln gedeckt. Die schlichte Eingangstür mit dem vorgelagerten Gatter und der dahinterliegende Flur liegen an der Seite des Hauses. Der Flur erschließt nach links eine Stube und eine Küche. In der Kuchl befindet sich eine offene Herdstelle. Dieser gemauerte Herd wurde in einem Stück von Freiling ins Museum übertragen. Das gesamte Gebäude wurde 1988 in nur zwei ganzen Teilen transloziert – was zu der Zeit eine Meisterleistung war.