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Einfache Sprache
Fünf Räume, einst luxuriöse Gästezimmer, gruppieren sich um diesen zentralen Flez. Von hier sind alle Zimmer erreichbar – zwei Wohneinheiten mit je einer beheizbaren Stube und einer unbeheizten Schlafkammer. Sie sind miteinander verbunden und konnten so auch als eine repräsentative Zimmerfolge genutzt werden. Ursprünglich waren sie nur vom Hof über den Treppenturm zugänglich, dessen Portal 1538 datiert ist. Die innere Ausgestaltung erfolgte ab 1557 unter Wolfgang von Zweibrücken (1526-1569), wurde aber durch spätere Eingriffe beeinträchtigt. Manches konnte bei der Sanierung 2005 korrigiert werden. Hier im Flez überdauerte neben dem Fußboden und den beiden Kaminhäusern zum Heizen der angrenzenden Stuben die originale Kassettendecke. Sie imitiert als seltenes Beispiel eine furnierte Holzdecke mit bedruckten Fladerpapieren. Das reichste Portal zeigt neben bayerischen Rauten den Pfälzer Löwen und leitet in die Kleine Stube, wo eine Tür ins Eckzimmer führt. Zusammen mit dem Treppenhaus war dies eine Schlafkammer, von der nur ein Teil der seltenen, kreisrunden Bodenplatten erhalten ist. Früher war der Raum so groß wie die folgende Schlafkammer der Großen Stube, im 19. Jahrhundert als Archiv zweigeteilt. Nur im nördlichen Teil blieb der alte Boden erhalten. Die Große Stube, einst prächtig mit Holztäfelung und Wandmalereien geschmückt, gewährt Zugang zur Fürstenempore der Kapelle. Im Westen liegt der früher offene Balkon über dem Hauptportal. Der Schlussstein im Sternrippengewölbe trägt das Wappen Wolfgangs mit der Jahreszahl 1559.