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Einfache Sprache
Dieses dreistöckige Bauernhaus stammt aus dem Jahr 1770. Der Holz-Blockbau beeindruckt mit seiner breit ausladenden Hausfront. Auf den zweiten Blick ist noch etwas außergewöhnlich: Die Eingangsseite des Hauses ist die Giebelseite des Gebäudes. Die Giebelseite ist hier fast doppelt so breit wie die Traufseiten. Entsprechend lang sind die beiden Balkone – sie werden am Bauernhaus „Schrot“ genannt. Diese mächtig wirkende Hausform wird als „Rottaler Stockhaus“ bezeichnet. Sie kam fast nur im ehemaligen Landkreis Eggenfelden vor und zeugt vom Selbstbewusstsein der Bauern im Rottal. Wohnstallhaus nennt man dieses Bauernhaus, weil sich unter ein und demselbem Dach Wohnräume, Stallungen und Heuböden befinden. Der Wohnteil im Erdgeschoss ist eingerahmt von Ställen. Links von der Stube liegt ein Roßstall für 3 Pferde. Rechts von der Stube ein Kuhstall für 4 Kühe und 2 Kälber. Der Flur – im Bauernhaus „Flez“ genannt – ist hier ungewöhnlich geräumig. Vom durchgängigen Flez gelangt man in die Stube, in die Küche, in den Kuhstall und in eine rückseitige Kammer. Eine Holzstiege führt hinauf zu den Schlafkammern im Obergeschoss.