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Am Kochhof wurde eine Wasserversorgung mit Grundwasser rekonstruiert, wie sie im Rottal üblich war: ein mit Windkraft angetriebenes Pumpwerk. Solche Windbrunnen machten die Wasserversorgung am Hof wesentlich effektiver. Bis nach dem Krieg drehten sich die Windräder derartiger Brunnenanlagen noch über vielen Bauernhöfen. Dieser Windbrunnen hier wurde 1985 nach einem Vorbild aus der Gemeinde Gangkofen errichtet. Von jener Anlage wurde auch die Mechanik übernommen und restauriert. Der Holzturm mit seinem Windrad ragt 13 Meter in die Höhe. Der Brunnenschacht reicht 10 Meter tief in die Erde. Er wurde von einem alten Brunnenbauer von Hand ausgegraben und mit Ziegeln mörtellos gemauert. Beim Windbrunnen wird die Drehbewegung des Rades zuerst in Hubbewegung umgesetzt und dann auf eine Kolbenpumpe übertragen. So fördert der mechanische Windmotor Grundwasser aus der Tiefe. Und leitet es über hölzerne Rohre in den nebenan liegenden Hochbehälter. Dieser Wasserspeicher wurde möglichst am höchsten Platz des Hofes angelegt, um ausreichendes Gefälle zu allen Wasserstellen am Hof zu gewährleisten. Der Windbrunnen am Kochhof könnte das Wohnhaus und den Stall mit Wasser versorgen.