Sprache
Einfache Sprache
So hieß es früher regelmäßig in einem Tanzsaal wie hier im Salettl. Die Volksmusik hat im Bayerischen Wald eine lange Tradition. Fern von städtischem Kulturleben und in langen Wintern entwickelten sich zahlreiche Volkslieder. Als „liederreichster Landstrich Deutschlands“ wurde der Bayerische Wald schon tituliert. Den Stoff für die Liedtexte lieferten Sagen und Geschichten, Aberglaube und Volksreligion und ebenso das tägliche Leben und Arbeiten der Bauern, Holzhauer und Jäger. „Woidjaga“, „Hadernlump“ oder „Hölldeifl“ heißen zum Beispiel Lieder aus dem Bayerischen Wald. In der hiesigen Volksmusik drücken sich neben Heimatverbundenheit und Anklängen von Romantik auch Charaktereigenschaften der „Waidler“ aus. Dabei kommen auch derbe Scherze, Lebensfreude und die Lust am Tanzen nicht zu kurz. So gibt es zum Beispiel einen „Haxenschmeißer“ oder den Zwiefachen „Tanzn taat i gern“. Bis heute sind im Bayerischen und Böhmerwald zahlreiche Gesangsgruppen, Ensembles für Stubnmusi und Tanzlmusi, Alleinunterhalter am Akkordeon und Blasmusik-Kapellen aktiv. Sie alle sorgen dafür, dass waidlerisches Volkslied- und Volksmusikgut erhalten bleibt. Mit regelmäßigen Musik- und Tanzveranstaltungen hier im Salettl will dazu auch das Freilichtmuseum beitragen.