Sprache
Einfache Sprache
Bevor es Elektroherde und Heizungen gab, dienten auf einem Bauernhof verschiedenartige Öfen als Kochstellen und sorgten für Wärme und Warmwasser. Hier am Petzihof hat es noch eine sogenannte Rauchküche. In diesem fensterlosen Raum hinter der Stube wurde über offenem Feuer gekocht. Die Herdstelle ist direkt mit dem besteigbaren Kamin verbunden. Wegen der vom Rauch geschwärzten Wände nannte man die „Rauchkuchl“ auch „Schwarze Kuchl“. Die Rauchkuchl nutzte man vor allem im Sommer, um zu vermeiden, bei warmen Temperaturen auch noch den Herd in der Stube anzuheizen. Während der Erntezeit wurden in der Rauchkuchl für die vielen Helfer große Mengen Krapfen gebacken. Hier am Flur wurde nachträglich auch eine Ofenstelle für warmes Wasser eingebaut. In dieser „Wasserkuchl“ wurde ein großer Granittrog mit Quellwasser gespeist. Der inseitige Wasserkessel wurde über einen Rauchgaszug des Stubenherdes erhitzt. Früher musste das Wasser per Hand geschöpft werden. Später wurde der Kessel mit einer Pumpe befüllt. Draußen am Hof, auf der Gred vor dem Eingang, gab es einen weiteren Ofen. „Saukuchl“ nannte man den beheizbaren Kessel, weil hier die Kartoffeln für die Schweine gekocht wurden. Beim Schlachten kochte man darin auch schmackhaftes Kesselfleisch und Würste. Die meiste Zeit im Jahr wurde die überdachte Ofenstelle zum Wäsche waschen genutzt.