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Einfache Sprache
Um 1900 gab es bei so manchen Wirtshäusern am Land eine Kegelbahn. Diese 1904 erbaute, schön gestaltete Bahn stammt aus Egglkofen. Der fein gegliederte Holzbau, seine türkisgrüne Fassung und die bunten Glasfenster machen diese Kegelbahn besonders. Die Stahlstützen wurden beim Wiederaufbau im Museum hinzugefügt. Die Anschub- und Rollbahn für die Kugeln besteht aus hartem Buchenholz. Hinter dem Kegelfeld liegt die mit Kissen abgedämpfte Fanggrube. Dort stand ein Kegelbub, stellte die Kegel wieder auf und gab die Kugeln in den leicht abschüssigen Rollkasten, wo sie zurück zu den Spielern rollten. Ursprünglich war an einer solchen Kegelbahn alles aus Holz – bis hin zu den Kugeln. Traditionelle, lochlose Holzkugeln finden sich auch auf dieser Kegelbahn. Sogar ein Exemplar aus wertvollem Pockholz ist darunter. Es stammt vom Guajak-Baum, einem Holzgewächs aus Mittel- und Südamerika. Pockholz ist extrem dicht und schwer. Es lässt sich nur schwer bearbeiten. Eine gleichmäßig runde Kugel abzudrehen, verlangte dem Drechsler viel Geschick ab. Dafür ist diese Kugel sehr widerstandsfähig gegen Abnutzung, Witterung und Schadensbefall.Tausende Male kann sie über eine Kegelbahn rollen, ohne Verschleiß zu zeigen. Probieren Sie es aus – denn auf dieser Bahn darf auch gespielt werden. An der Kasse bekommen Sie bei Anmeldung den Schlüssel zum Kegel- und Kugelkasten, der sich am Ende der Bahn befindet. Haben Sie Spaß beim Wettkampf wie anno dazumal, als eine solche Kegelbahn ein beliebter Treffpunkt für Bürger und Bauern war.