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Pinguine sind eine der bekanntesten Vogelarten, weil sie sich so grundlegend von anderen Vögeln unterscheiden. Die wenigsten Menschen wissen jedoch, dass es weltweit 18 Pinguinarten gibt, die alle ausschließlich auf der Südhalbkugel unserer Erde leben. Aber auch wenn Pinguine meist mit Eis und Schnee in Verbindung gebracht werden, leben tatsächlich gerade einmal fünf dieser Arten tatsächlich rund um den Südpol. Die meisten Pinguinarten bevorzugen hingegen deutlich mildere Klimazonen. Unsere Brillenpinguine stammen sogar aus Afrika. Sie bewohnen vor allem die Küsten Südafrikas und Namibias. Dort ernähren sie sich hauptsächlich von Sardinen und Sardellen, welche dort in großen Schwärmen vorkommen. Dabei können die Pinguine bis zu 130 Meter tief tauchen und erreichen eine Schwimmgeschwindigkeit von etwa 35 kmh, bei der sie die Fische mit ihren starken und scharfkantigen Schnäbeln fangen. Typisch für Brillenpinguine ist ihr schwarzweißes Gefieder und eine Kopfzeichnung mit dunklen Flecken um die Augen. Diese Zeichnung erinnert an eine Brille und hat der Art ihren Namen gegeben. Darüber hinaus besitzt jeder Brillenpinguin ein individuelles Fleckenmuster auf der Brust. Dieses Muster bleibt ein Leben lang gleich und ermöglicht eine eindeutige Wiedererkennung, ähnlich wie ein Fingerabdruck bei uns Menschen. Wie wir, sind auch Pinguine sehr gesellig und die einzelnen Brutpaare finden sich an den Küsten in riesiger Zahl zusammen. Eine solche Kolonie kann schnell mehrere Tausend Paare umfassen. So viele Tiere produzieren dabei natürlich auch eine Menge Kot, der Guano genannt wird. Leider ist dieser Guano ein begehrter Dünger im Obst und Gemüseanbau - das Sammeln des Guanos stört jedoch die Brutkolonien und hat dazu beigetragen, dass die Bestände des Brillenpinguins in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Aber auch der industrielle Fischfang vor den Küsten Südafrikas ist ein Problem für die Vögel: Durch die Überfischung sind die Schwärme von Sardinen und Sardellen deutlich kleiner geworden. Damit verlieren die Pinguine ihre wichtigste Nahrungsquelle. Aus diesen Gründen gilt der Brillenpinguin heute als vom Aussterben bedroht und in gemeinsamer Anstrengung von Zoos und Naturschutzorganisationen versuchen wir dazu beizutragen, diese Art zu erhalten und ihren Lebensraum dauerhaft zu schützen.
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