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Einfache Sprache
Auffallend große Wirtschaftsgebäude hat es am Lehnerhof. Bereits der 1846 erbaute Stadel fiel großzügig aus. Der Tierbestand am Lehnerhof mit Rindern, Schweinen und Pferden erforderte großen Bedarf an Stroh und Heu und entsprechend großen Lagerraum. Für die bäuerlichen Gerätschaften hatte man auf anderen Höfen aus dieser Zeit noch einfache Wagenschupfen – Bretterbauten, in denen die Fuhrwerke untergebracht waren. Am Lehnerhof gab es einen gemauerten Bau gegenüber vom Stadel. Er wurde 1852 und 1868 nach hinten erweitert. Durch einen weiteren Anbau 1901 entstand schließlich diese große Maschinenhalle, in die Sie hier schauen. Ausgehend von der Hofeinfahrt beim Wohnhaus war eine Durchfahrt bis zum rückwärtigen Tor der Maschinenhalle möglich – und von dort auf die Wiesen und Felder. Die Maschinenhalle war gleichzeitig Lager- und Arbeitsraum. Im Lauf des technischen Fortschritts versammelten sich hier vielfältige Geräte und Maschinen. Anfangs waren es einfache Ackergeräte für den Hopfen-, Getreide- und Kartoffelanbau. Mit dem ersten stationären Elektromotor wurden hier ein Dreschwagen und eine Kreissäge angetrieben. 1952 wurde ein Traktor angeschafft. Nun ersetzten Hebegeräte für den Hopfenanbau und fahrbare Erntemaschinen viele Arbeitsstunden früherer Tagelöhner.