Sprache
Einfache Sprache
Gotthold Ephraim Lessing wurde als drittes Kind von Johann Gottfried Lessing und dessen Frau Justine Salome 1729 geboren. Anfänglich wurde er von seinem Vater unterrichtet, danach besuchte er eine öffentliche Schule, an der er seine ersten schriftstellerischen Versuche unternahm. Nach seinem Schulabschluss studierte Lessing zunächst Theologie, wechselte dann aber in die Medizin. Schon während seines Studiums veröffentlichte er erste Artikel. Seine schriftstellerische Tätigkeit weitete er nach seinem Studium aus und ließ sich 1748 als freier Autor in Berlin nieder. Er schaffte es, sich zu etablieren und schrieb Rezensionen, Gedichte und Theaterstücke. Zudem machte er sich als Literatur- und Theaterkritiker einen Namen. In Berlin entstanden auch erste Dramen und Lustspiele. Nach verschiedenen Stationen wechselte Lessing 1767 nach Hamburg, wo ihm eine Stelle als Dramaturg und Kritiker am Hamburgischen „Deutschen Nationaltheater“ angeboten worden war. Während dieser Tätigkeit wurde sein Lustspiel „Minna von Barnhelm“ aufgeführt. 1770 begann Lessing als Bibliothekar an der herzoglichen Bibliothek in Wolfenbüttel zu arbeiten. Dort schrieb er unter anderem das bürgerliche Trauerspiel „Emilia Galotti“. 1776 heiratete er Eva König. Eva wurde schwanger und gebar 1777 den gemeinsamen Sohn Traugott, der schon einen Tag später verstarb. Auch Eva starb nur wenige Tage nach ihrem Sohn am Kindbettfieber. Auch Lessings Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Trotzdem schaffte er es, sein Stück „Nathan der Weise“ vor seinem Tod 1781 zu beenden. Lessing hat die deutsche Aufklärung geprägt wie kein anderer Autor. Seine Stücke werden bis heute an Theatern gespielt und setzen sich für Vernunft, Toleranz, Freiheit und Menschlichkeit ein.