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Einfache Sprache
Friedrich Schiller wurde 1759 in Marbach geboren. Sein Vater war Offizier und wollte, dass auch sein Sohn Soldat wird. Daher schickte er ihn mit 13 Jahren auf eine Militärschule. Anschließend studierte Schiller Recht, wechselte dann zur Medizin und arbeitete später als Regimentsarzt. In der Freizeit ging Schiller seiner wahren Leidenschaft nach und schrieb Theaterstücke. Als er 22 Jahre alt war, erschien „Die Räuber“. Vor allem junge Leute waren davon begeistert. Zwar ging es in dem Stück um Streit in einer Familie, aber man verstand, dass eigentlich das Land gemeint war, in dem vieles nicht in Ordnung war. Nachdem Schiller wegen eines drohenden Schreibverbotes aus Stuttgart und der Armee geflohen war, reiste er in den folgenden Jahren quer durch Deutschland und lebte etwa in Mannheim, Leipzig und Dresden. Durch das Theaterstück „Don Carlos“ wurde Goethe auf Schiller aufmerksam und gab der Universität Jena die Empfehlung, Schiller als Professor anzustellen. Schiller stieg zum Hofrat auf und verdiente so gut, dass er endlich Charlotte von Lengefeld heiraten konnte. Doch schon ein Jahr nach der Hochzeit erkrankte er schwer an Tuberkulose. Von den Folgen der Krankheit erholte er sich nie wieder richtig. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme entstanden die Dramen „Maria Stuart“ und „Wilhelm Tell“. Als sich Schiller und Goethe 1788 zum ersten Mal persönlich begegneten, konnten sie sich nicht leiden. Nach und nach freundeten sich die beiden aber an. 1799 zog die Familie Schiller dann nach Weimar. Schiller und Goethe sahen sich nun fast täglich und sobald Schiller ein neues Theaterstück fertig gestellt hatte, wurde es im Theater aufgeführt – denn Goethe war der dortige Theaterdirektor. 1802 wurde Schiller schließlich in den Adelsstand erhoben. Er konnte sich dieses Ruhmes nicht lange erfreuen, denn er starb 1805 mit nur 45 Jahren an einer Lungenentzündung.