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Einfache Sprache
Am 26. Januar 1933 war es endlich so weit: Georg Rauchenberger hat die Burg Wolfsegg gekauft. Er war nun der Besitzer der Burg. Im Mittel-Alter hat man dazu gesagt: Er ist nun Herr über die Burg Wolfsegg. Die Burg Wolfsegg ist eine Burg im Land-Kreis Regensburg. Georg Rauchenberger hat die Burg gut gekannt und er hat gewusst: Wenn sich niemand um die Burg kümmert, wird sie irgendwann kaputt sein. Und niemand kann sie mehr besuchen und anschauen. Das hat Georg Rauchenberger sehr schade gefunden. Er hat gewusst, die Burg hat viel erlebt. Und man hat sich viele Geschichten von der Burg erzählt. Deshalb ist Georg Rauchenberger auf die Idee gekommen: Er könnte die Burg doch kaufen und sie wieder reparieren. Damit sie die Menschen weiterhin besuchen und anschauen können. Auch wenn er irgendwann nicht mehr lebt. Das war Georg Rauchenberger sehr wichtig. Und er hat das mit viel Mühe und Arbeit geschafft. Auch heute noch ist es für alle Menschen schön, die Burg zu besuchen. Geht man durch das Burg-Tor. Dann macht man eine kurze Reise in das Mittel-Alter. Das Mittel-Alter war zwischen den Jahren 500 und 1500. Wolf von Schönleiten hat die Burg gebaut. Daher hat die Burg den Namen: Burg Wolfsegg. Wolf war im Mittel-Alter ein Vor-Name. So wie zum Beispiel Wolfgang heute. Wolf von Schönleiten hat die Burg um das Jahr 1300 gebaut. Das ist schon über 700 Jahre her. Wann die Burg genau gebaut worden ist, weiß man leider nicht. Wolf von Schönhausen hat die Burg auf einem hohen Felsen gebaut. Der Felsen liegt mitten in einem Tal. Deshalb sieht die Burg sehr mächtig aus. Man konnte sie schon von ganz weit weg gut sehen. Und man wusste sofort: Dort wohnt ein wichtiger Mensch. Was man von außerhalb der Burg nicht sehen kann: Im Felsen unter der Burg befindet sich eine Höhle. Die Höhle ist ungefähr 500 Meter lang. Und in der Höhle hat es frisches Wasser gegeben. Das Wasser hat man in der Burg zum Trinken genommen. Das war für die Menschen in der Burg sehr wichtig. Sie hatten somit immer genügend Wasser zu trinken. In der Gegend um die Burg gab es nicht viel Wasser. Und somit hatten die Menschen in der Burg einen Vorteil. Zum Beispiel wenn sie von Feinden angegriffen wurden. In die Höhle unter der Burg zu kommen war sehr schwer. Weil sie ist sehr tief. Es war trotzdem sehr gefährlich in die Höhle zu gehen. Und weil es so gefährlich war. Hat man bald kein Wasser mehr aus der Höhle geholt. Später ist der Müll von der Burg in die Höhle geworfen worden. Und noch viel später wurde der Eingang zu der Höhle sogar verschlossen. Und niemand konnte mehr hineingehen. Heute wohnen in der Höhle nur noch Fleder-Mäuse. Die Burg Wolfsegg hat viel erlebt. Ab dem 14. Jahr-Hundert hat die Burg verschiedenen Herzögen aus Bayern gehört. Ein Herzog war im Mittel-Alter eine sehr wichtige Person. Er konnte über viele Dinge bestimmen. Und er hat den König bei vielen Dingen unterstützt. Zum Beispiel hat er sich gekümmert, dass Gesetze eingehalten werden. Oder dass die Menschen ihre Steuern gezahlt haben. Steuern sind Geld, das ein König bekommen hat. Von den Menschen, die in seinem Land gelebt haben. Die Burg Wolfsegg hatte Glück. Sie hatte wenig Nutzen in einem Krieg. Und war deswegen für andere Herrscher nicht interessant. Deshalb wurde die Burg nie durch einen Krieg zerstört oder beschädigt. Später ist sich immer weniger um die Burg gekümmert worden. Und es sind nicht mehr alle Dinge repariert worden. Zum Beispiel, wenn sie kaputt waren. Das Dach ist zum Beispiel auch nicht mehr repariert worden. Die Burg wurde immer unwichtiger für ihre Besitzer. Und ist deshalb dann irgendwann kaputt gegangen. Weil sich niemand mehr um die Burg kümmern wollte. Warum sich aber niemand mehr um die Burg kümmern wollte. Das hat vielleicht einen ganz anderen Grund: Vielleicht hatte man Angst vor der weißen Frau. Die weiße Frau ist ein Gespenst. Das Gespenst soll seit dem 15. Jahr-Hundert auf der Burg spuken. Viele Menschen haben seit damals behauptet,eine Frau auf der Burg gesehen zu haben. Die Frau hat dabei weiße Kleidung aus Leinen-Stoff getragen. Leinen ist ein Stoff, wie zum Beispiel auch Baum-Wolle. Die Menschen in der Gegend erzählen sich dazu diese Geschichte: Der damalige Burg-Herr von Burg Wolfsegg hat eine Reise gemacht. Er hat seine Frau alleine auf der Burg zurückgelassen. Aber sie war mit der Arbeit auf der Burg überfordert. Weil sie nicht gewusst hat, welche Aufgaben zu machen waren. Und wie man die Aufgaben machen muss. Deshalb hat sie einen anderen Burg-Herrn um Hilfe gefragt. Der andere Burg-Herr hat ihr gerne geholfen und sie unterstützt. Als er von seiner Reise zurückgekommen ist. Hat der Herr von Wolfsegg gehörte, was geschehen ist. Und er hat gehört, wer seiner Frau geholfen hat. Das hat ihm nicht gefallen, denn er hat gemeint: Seine Frau hat ihn mit dem anderen Burg-Herrn betrogen. Deshalb ist er sehr wütend geworden. Und in seiner großen Wut hat er seine Frau umgebracht. Seit diesem Tag soll seine tote Frau als Gespenst auf der Burg spuken. Ob die Geschichte so passiert ist, kann heute niemand mehr sagen. Die Geschichte wird sich erst seit gut 100 Jahren erzählt. Vermutlich haben Menschen auf der Burg seltsame Nebel-Wolken gesehen. Und die Nebel-Wolken haben vielleicht ein wenig so ausgesehen. Wie eine Frau mit einem weißen Kleid. Den meisten Menschen ist es aber egal, ob die Geschichte so passiert ist. Oder auch nicht. Sie finden die Geschichte von der weißen Frau trotzdem gruselig.