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Einfache Sprache
1742 fand in Mannheim die lange geplante Hochzeit Karl Theodors (1724-1799), Herzog von Pfalz-Sulzbach, mit seiner Kusine Elisabeth Auguste (1721-1794), Enkelin Karls III. Philipp von Pfalz-Neuburg, zur Sicherung der Erbfolge statt. Als Kurfürst Karl Philipp bald darauf starb, wurde sein Ziehsohn Karl Theodor 1743 Kurfürst von der Pfalz und Herzog in Pfalz-Neuburg, Jülich und Berg. Karl Theodor residierte in Mannheim. 1777 zog er als Kurfürst von der Pfalz und Bayerns nach München. Die Neuburger Residenz diente bis 1759 seiner Stiefmutter Eleonore Philippine als Witwensitz. Das Kurfürstenpaar kam erstmals 1752 zu einem längeren Aufenthalt nach Neuburg. Doch ließ Karl Theodor die Schlossgrotten renovieren und auch Schloss Grünau in Stand setzen. Mit Maßnahmen zur Trockenlegung und Besiedelung des Donaumooses südlich von Neuburg hat er die Region mitgeprägt, woran noch heute Ortsnamen wie „Karlskron“, „Karlshuld“ und „Neuschwetzingen“ erinnern. Die Ehe des Kurfürstenpaares war jedoch glücklos und ohne Erben. Elisabeth Auguste lebte getrennt von ihrem Mann in Oggersheim. Auch die 1795 mit Maria Leopoldine von Österreich-Este (1776-1848) geschlossene Ehe blieb kinderlos. Die junge Kurfürstin spielte jedoch beim Tod ihres Gatten eine wichtige Rolle, als sie Tauschhändel mit Österreich verhinderte und das pfalz-bayerische Erbe für die Zweibrücker Linie der Wittelsbacher sicherte. Ihr Landgut Stepperg bei Neuburg, das sie 1802 als Mustergut erwarb, erinnert noch heute an diese ungewöhnliche, in zweiter Ehe mit Graf Ludwig von Arco vermählte Frau.