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Einfache Sprache
Auf dem Bild nebenan sieht man Karl III. Philipp mit wallender Allongeperücke. Über dem Harnisch trägt er das rote Ordensband des St.-Hubertus-Ritterordens, darüber die Ordenskette vom Goldenen Vlies und auf seinem dramatisch gebauschten Kurmantel den Brillanten besetzten Hubertusritterorden. Er ließ Karl Theodor in Mannheim eine jesuitische Edelmannserziehung angedeihen, in deren Verlauf dieser auch zwei Jahre an den Universitäten Leiden und Löwen Rechts-, Staats- und Geschichtswissenschaften studierte. Der ihm zudem auferlegten militärischen Ausbildung vermochte Karl Theodor keine Sympathien abzugewinnen. Gleichzeitig wurde er auf seine Rolle als künftiger Kurfürst vorbereitet, wobei ihn Karl III. Philipp früh in Regierungsgeschäfte einband und von Beginn an die spätere Eheschließung zwischen seiner Enkeltochter Elisabeth Auguste (1721-1794) und Karl Theodor plante. Die künftige Braut allerdings ließ ihren vier Jahre jüngeren Bräutigam eher links liegen. Nach der Hochzeit sollte das Paar für die Erbprinzenzeit Schloss Neuburg bewohnen, weshalb Karl III. Philipp das Schloss um 1740 renovieren ließ. Aus dieser Maßnahme haben sich beispielsweise die Stuckdecken hier und im 3. Obergeschoss des Ostflügels erhalten.