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Einfache Sprache
Die Grottenräume sind mit den seit der Antike gebräuchlichen Materialien ausgestaltet: Tuffstein, Kiesel, Flussmuscheln, aber auch Meeresmuscheln und ihre Abformungen in Stuck und Terrakotta. Den typischen Figurenschmuck bilden Wassergottheiten mit ihrem Gefolge der Nymphen und Nereiden. In einer weiteren Bedeutungsschicht versinnbildlicht der leuchtend blaue Raum mit den Tierkreiszeichen und Maskerons der Winde am Plafond den Kosmos, steht die aus Tausenden gläserner Stalaktiten gebildete Eisgrotte für die Höhle der Ewigkeit. Die hier ausgestellten, nur mehr fragmentarisch erhaltenen Figuren gehören zur Erstausstattung der Grotte um 1667. Die drei Figuren aus dem Raum der Tierkreiszeichen, die ursprünglich ganz mit Flussmuscheln verkleidet waren, bieten einen interessanten Einblick in den Entstehungsprozess. Wie bei Gliederpuppen konnte ihre Haltung vor dem Bekleiden individuell festgelegt werden. Die sorgfältige Ausarbeitung der geschnitzten Körper lässt vermuten, dass die Art ihrer Dekoration noch nicht von Anfang an festgelegt war. Der nur als Torso erhaltene Meeresgott Neptun zierte eine Brunnennische in der Großen Grottenhalle. Heute steht dort eine Replik. Ein Delphin zu seinen Füßen diente einst ebenso wie der Adler der Jupiterfigur als Wasserspeier. Die dunkle, in vielen Farbschichten unter Verwendung von Metallpartikeln aufgebaute Fassung der in Lindenholz geschnitzten Skulpturen sollte Bronze als Material vortäuschen.