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Von Weitem sichtbar, erhebt sich der Turm der Burgruine Brennberg über dem gleichnamigen Ort. Wissenschaftlich ist der hölzerne Aussichtsturm umstritten. Er bietet aber auf jeden Fall einen herrlichen Blick über den Vorderen Bayerischen Wald. Die Geschichte der Burg Brennberg reicht zurück bis ins 12. Jahrhundert. Aus den Chroniken geht hervor, dass Reimar der Zweite von Brennberg ein bekannter Minnesänger war. Von ihm stammt der sogenannte ‚Brennberger Ton‘. Das ist eine mittelalterliche Melodie, die auch von anderen Minnesängern übernommen wurde. Auch Reimar der Dritte erreichte traurige Berühmtheit: im Jahr 1173 wurde er brutal ermordet. Der Hintergrund der Tat ist unklar, man vermutet jedoch Streitigkeiten zwischen den Regensburger Bürgern und dem Bischof, dem Reimar diente. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg unterteilt in Ober- und Unterbrennberg. Das ist typisch für eine Burg, die im Ganerbentum steht. Das bedeutet, dass alle Familienmitglieder erben. Später wurden die beiden Burgen wieder vereint. Vor allem die Reste von Oberbrennberg sind heute noch sichtbar. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage zum Schloss ausgebaut. Das Burggelände schließt direkt an den Ort Brennberg an und ist das ganze Jahr über zugänglich. Der Burgensteig ‚Rund um Brennberg‘ verbindet die Burg mit anderen Wehranlagen der Region. Der Weitwanderweg ist insgesamt fast 40 Kilometer lang und führt durch die herrliche Natur im Vorderen Bayerischen Wald. Markiert ist er mit einem Ritter-Symbol.