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Das Donauaquarium! Das Donauaquarium ist genau genommen nur ein Teil des größeren Bereiches Danubium im Tiergarten Straubing. Danubium (von Danubius, dem lateinischen Namen der Donau) ist ein Feuchtbiotop, welches einen Einblick in den Lebensraum der an der Donau lebenden Tiere bietet, beispielsweise Biber, Fischotter und Waschbär, aber auch viele heimische Wasservogelarten und die im Mündungsdelta der Donau lebenden Rosapelikane. Die begehbare Storchenanlage beherbergt neben den Tiergartenstörchen auch frei fliegende Störche, die in den künstlich errichteten Horsten eine Nistgelegenheit finden. Im 1994 eröffneten Donauaquarium wird das tierische Leben in der Donau in sieben großen Schaubecken und mehreren Kleinaquarien von der Quelle bis zur Mündung dargestellt. Die Donau ist mit 2858 km, nach der Wolga, der zweitlängste Fluss Europas! In den Aquarien, die insgesamt übrigens beeindruckende 100.000 Liter fassen, werden in etwa 40, der über 100 in der Donau beheimateten Fischarten gezeigt, so zum Beispiel Störe, Huchen und Waller. Unser Waller „Franz Joseph“ ist seit Aquariumseröffnung bei uns und ein wahres Urgestein des Tiergartens Straubing, und das ist auch nicht verwunderlich, können diese beeindruckenden Tiere doch über 80 Jahre alt, fast 3 Meter lang und 150 Kg schwer werden. Die Becken und Ihre Bewohner sind lose nach den verschiedenen Zonen der Donau von der Quelle bis zur Mündung im Schwarzen Meer geordnet. So zeigen die Becken des Oberlaufs primär Salmoniden, also Lachsartige Fische, die klares, kaltes und sauerstoffreiches Quellwasser benötigen, wie Bachforelle und der große Huchen, auch manchmal Donaulachs genannt. Dieser „König der Donau“ ist leider durch die zunehmende Verschmutzung und die Begradigung des Flusses nur noch sehr selten anzutreffen. In den Becken, die den Mittellauf der Donau repräsentieren, finden sich allerlei Schwarmfische, wie Rotfedern und Rotaugen, aber auch Raubfische, wie Hecht und Zander. In den Becken des Mündungsbereiches finden sich zu guter Letzt verschiedene Karpfenarten, Störe, Aale, Schleien, unsere Waller und viele Arten mehr, welche eher ruhige Gewässer als Lebensraum bevorzugen. Das Donauaquarium beherbergt trotz seines namens aber neben Fischen auch eine Vielzahl an heimische Reptilien und Amphibien, wie beispielsweise Äskulapnattern und Ringelnattern, die bedrohten Europäischen Sumpfschildkröten, Kamm-Molche und Gelbbauch-unken. Für die Molche und Gelbbauch-unken befindet sich hinter den Kulissen des Aquariums eine spezielle Zuchtstation, in welcher im Tiergarten jedes Jahr über 1000 junge Amphibien aufgezogen werden, um dann in einem Kooperationsprojekt mit den lokalen Natur- und Artenschutzbehörden vor Ort wieder ausgewildert zu werden.