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Einfache Sprache
Der Biber ist nach dem Capybara, dem Wasserschwein, das zweitgrößte Nagetier der Welt. Er lebt an Flüssen, Seen und Teichen und verbringt den Tag meist in seiner Wohnhöhle. Diese Höhlen gräbt er entweder in die Uferböschung oder baut sich im Wasser eine sogenannte Biberburg aus Ästen und Zweigen. Der Eingang liegt immer unter der Wasseroberfläche, damit Feinde ihn nicht erreichen können. Für den Bau seiner Anlagen fällt der Biber Bäume und sammelt Äste, die er mit seinen kräftigen Zähnen zerkleinert. Seine orange gefärbten Schneidezähne wachsen ein Leben lang nach und sind so hart, dass sie sogar Holz mühelos durchtrennen. Der breite, flache Schwanz, die sogenannte Kelle, dient ihm beim Schwimmen als Steuer und Stütze. Bei Gefahr schlägt der Biber mit der Kelle laut auf die Wasseroberfläche. Dieses Geräusch warnt andere Biber, die sich dann durch Abtauchen in Sicherheit bringen. Früher wurde der Biber wegen seines Fells, seines Fleisches und sogar wegen seines Schwanzes stark bejagt. Da er hervorragend schwimmen kann und einen schuppigen Schwanz besitzt, wurde er in manchen Regionen fälschlicherweise zu den Fischen gezählt. Dadurch durfte er in der Fastenzeit gegessen werden. Diese intensive Nutzung führte dazu, dass der Biber in vielen Teilen Europas fast ausgerottet wurde. Heute steht der Biber unter strengem Schutz, und seine Bestände haben sich vielerorts erholt. Auch an der Donau und ihren Nebenflüssen kann man wieder Spuren von Bibern entdecken – angenagte Bäume, Dämme oder typische Rutschbahnen ins Wasser. Mit etwas Glück lässt sich sogar ein Biber selbst beobachten, meist in der Dämmerung oder nachts, wenn er aktiv wird.
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