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Einfache Sprache
Ein entscheidender Fortschritt auf einem Bauernhof war die Versorgung mit elektrischem Strom. Im Rottal dürften sich – ausgehend von kleinen Wasserkraftwerken – um 1910 erste Stromnetze entwickelt haben. Damals zogen Freileitungen mit ihren Holzmasten ins Landschaftsbild ein. Im ländlichen Raum lag die Stromversorgung meist in der Hand von Privatbetrieben oder Genossenschaften. In den 1920er Jahren ging die Elektrifizierung in größerem Umfang voran. Der Kochhof war bereits 1923 mit Strom versorgt. Im Wohnhaus, das ehemals in Wittibreut stand, sind Zähler, Sicherungen und Hauptschalter installiert. Ein Verteiler leitete über eine Hofüberspannung auch Strom in den Stall und zu einem Geräteanschluss beim Wagenschupfen. Bevor im Haus und im Stall die ersten Glühbirnen hingen, sorgten auf einem Bauernhof Öl- und Karbidlampen für Beleuchtung. Eine lange Brenndauer war der frühe Luxus von Petroleumlampen. Außerdem war Petroleum gegenüber von Kerzen viel günstiger zu bekommen und sorgte für mehr Helligkeit.