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Das Exotarium! Das Tropenhaus im Tiergarten Straubing mit seiner dicht bewachsenen Freiflughalle, bietet ein Zuhause für eine Vielzahl an exotischen Tieren. Darunter mehrere Arten von Krallenaffen wie die seltenen goldenen Löwenäffchen, die in ihrer südamerikanischen Heimat schon einmal so gut wie ausgestorben waren und nur durch die Zucht in Zoos gerettet werden konnten. Genauso spannend und farbenfroh sind auch die vielen tropischen Vögel, wie die schillernden Purpurglanzstare oder die beeindruckenden Kronenhokos, mit ihrem auffälligen Kopfschmuck, die man in der Freiflughalle mit etwas Glück aus nächster Nähe bewundern kann. Aber auch ein paar im Vergleich nicht ganz so prachtvoll gefärbte Vögel hier sind wahre Raritäten, so kann man das Nacktgesichttäubchen oder auch Brillentäubchen genannt, nur in zwei Zoos in ganz Europa betrachten. Mit dem Brauen-Glattstirnkaiman und der grünen Anakonda beheimatet das Exotarium zwei beeindruckende Jäger der tropischen Regenwälder. Aber auch andere Reptilien, wie zahlreiche Schildkrötenarten oder den mit seinen drei kegelartigen Nasenhöckern archaisch anmutenden, Nashornleguan. Wenn man sich die Zeit nimmt und ganz genau hinschaut, kann man mit etwas Glück noch einen weiteren Bewohner des tropischen Blätterdachs erspähen. Über das Zweifingerfaultier lässt sich endlos erzählen: Angefangen damit, dass es seinen Haarscheitel am Bauch trägt, damit das Regenwasser leichter abfließt; dass in seinem Fell Algen wachsen, die das Faultier langsam grün färben; dass seine Krallen wie Haken geformt sind, damit es auch beim Schlafen nicht vom Baum fällt; und so weiter und so weiter. Auch unter Wasser hat das Exotarium so einiges zu bieten. So wie die Mond-Scheibensalmler, die auf den ersten Blick einem Piranha zum Verwechseln ähnlich sehen. Oder der große genetzte Stachelrochen, der sich gerne im sandigen Boden der Flüsse Südamerikas eingräbt, bis nur noch die Augen zu sehen sind. Tritt man dann auf ihn, schnellt der Schwanz in die Höhe und treibt den Stachel durch die Haut. Die Folgen sind äußerst Schmerzhaft, aber in der Regel nicht tödlich. Der Stachelrochen ist übrigens Ovovivipar, das heißt, die Eier werden noch im Körper des Weibchens ausgebrütet und sie gebärt dann lebendige, fertig entwickelte und selbstständige Jungtiere.