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Das Exotarium ist das Tropenhaus des Tiergartens Straubing und entführt seine Besucherinnen und Besucher in eine üppig bewachsene, warme Welt voller exotischer Tiere. In der großen Freiflughalle leben zahlreiche Arten aus den tropischen Regenwäldern Südamerikas, Afrikas und Asiens. Die dichte Vegetation, das warme Klima und die vielen Geräusche schaffen eine Atmosphäre, die einem echten Tropenwald erstaunlich nahekommt. Zu den auffälligsten Bewohnern gehören mehrere Arten von Krallenaffen. Besonders beeindruckend sind die goldenen Löwenäffchen. Diese leuchtend orange gefärbten Tiere waren in ihrer Heimat Brasilien bereits fast ausgestorben. Erst durch intensive Zuchtprogramme in Zoos und erfolgreiche Wiederansiedlungen konnten ihre Bestände wieder stabilisiert werden. Ebenso farbenprächtig sind die tropischen Vögel, die sich frei durch die Halle bewegen. Purpurglanzstare schimmern in metallischen Farben, während die Kronenhokkos mit ihrem auffälligen Kopfschmuck sofort ins Auge fallen. Mit etwas Geduld kann man sie aus nächster Nähe beobachten. Eine besondere Rarität ist das Nacktgesichttäubchen, auch Brillentäubchen genannt. Diese Art ist so selten, dass sie in ganz Europa nur in zwei zoologischen Einrichtungen zu sehen ist. Das Exotarium beherbergt auch beeindruckende Reptilienarten. Dazu gehören der Brauen Glattstirnkaiman und die Grüne Anakonda, zwei der erfolgreichsten Jäger der südamerikanischen Sümpfe und Flusslandschaften. Daneben leben hier zahlreiche Schildkrötenarten sowie der Nashornleguan, der mit seinen drei markanten Nasenhöckern fast urzeitlich wirkt. Wer genau hinsieht, entdeckt vielleicht auch einen der ruhigsten Bewohner des Tropenhauses: das Zweifingerfaultier. Faultiere sind faszinierende Tiere mit vielen ungewöhnlichen Anpassungen. Ihr Haarscheitel liegt am Bauch, damit Regenwasser besser abfließen kann. In ihrem Fell wachsen Algen, die ihnen einen grünlichen Schimmer verleihen und als Tarnung dienen. Und ihre langen, hakenförmigen Krallen ermöglichen es ihnen, selbst im Schlaf sicher an Ästen zu hängen. Auch unter Wasser gibt es viel zu entdecken. Mond Scheibensalmler ähneln auf den ersten Blick Piranhas, sind jedoch friedliche Schwarmfische. Besonders eindrucksvoll ist der große genetzte Stachelrochen. Er gräbt sich gerne im sandigen Boden ein, sodass nur noch die Augen sichtbar bleiben. Wird er überrascht oder bedrängt, schnellt sein Schwanz nach oben und der Stachel kann schmerzhafte Verletzungen verursachen – für den Menschen meist nicht lebensbedrohlich, aber sehr unangenehm. Viele weitere spannende Tierarten sind in den Anlagen zu entdecken – nehmen Sie sich Seit und gehen Sie mit Geduld auf Expedition!
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