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Der Gibbon! Unsere nördlichen Weißwangen- Schopf-Gibbons, wie diese Art mit vollem Namen heißt, sind sehr seltene, vom Aussterben bedrohter Vertreter aus der Familie der Gibbons (Hylobatidae) und kommen nur in einem kleinen Gebiet im äußersten Süden der chinesischen Provinz Yunnan, sowie in den nördlichen Regionen Vietnams und Laos vor. Wie bei allen Gibbons sind ihre Arme auffallend länger als die Beine. Das liegt daran, dass sich Gibbons hauptsächlich mit dem sogenannten „Schwinghangeln“ fortbewegen. Dabei schwingen sie sich mit beeindruckender Eleganz und Geschwindigkeit von Ast zu Ast und können dabei Lücken zwischen Bäumen von bis zu zehn Metern problemlos überspringen. Gibbons sind die kleinsten Menschenaffen und eng mit Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen und uns Menschen verwandt. Dabei haben sie neben der geringeren Größe und anderen anatomischen Merkmalen einen besonders deutlichen Unterschied zu den anderen Arten: Männchen und Weibchen der meisten Gibbonarten unterscheiden sich sehr stark voneinander. Der Fachausdruck dafür ist Geschlechtsdimorphismus. Die Weibchen unserer nördlichen Weißwangen-Schopf-Gibbons sind zum Besipiel cremeweiß mit einem dunklen Scheitelfleck, wohingegen die Männchen schwarz mit zwei weißen Wangenstreifen sind. Hat sich ein Gibbonpaar einmal gefunden, ist es sehr eng miteinander verbunden und ausgesprochen territorial. Außer dem eigenen Nachwuchs – welcher ganz wie bei anderen Menschenaffen mit ca. 7 Jahren sehr lange bei den Eltern bleibt – werden keine anderen Gibbons im Revier geduldet und dieses vehement verteidigt. Hierfür stimmen die Gibbons auch mehrmals täglich einen sehr lauten, kilometerweit zu hörenden und arttypischen Gesang an mit dem sie ihr Revier markieren und die Bindung innerhalb des Familienverbandes stärken.