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Der Braunbär ist eines der größten Landraubtiere der Erde. Er kommt in verschiedenen Unterarten in Europa, Asien und Nordamerika vor. Diese unterscheiden sich jeweils nicht nur im generellen Aussehen, sondern vor allem auch in ihrer Größe teils deutlich voneinander. Während unser europäischer Braunbär als kleinste Unterart zwischen 100 und 350 Kilogramm bei einer Größe von etwa ein Meter siebzig bis zwei Meter zwanzig wiegt, können die Nordamerikanischen Kodiakbären bis über 700 Kilogramm schwer werden und eine Länge von fast drei Metern erreichen. Aber unabhängig von Vorkommen, Unterart und Größe ist die Lebensweise der Braunbären überall gleich: Trotz Einordnung als Raubtier fressen diese Tiere nicht nur Fleisch, sondern sind echte Allesfresser. Und ernähren sich im Gegenteil sogar zum großen Teil vegetarisch, stehen doch auch Früchte, Beeren, Nüsse, Pilze, Gras, Kräuter und Wurzeln auf dem Speiseplan. Diese Anpassungsfähigkeit hilft den Braunbären, in sehr unterschiedlichen Lebensräumen zu überleben. Gleichzeitig führt sie dazu, dass Braunbären gelegentlich in die Nähe von Menschen geraten. Ihr ausgezeichneter Geruchssinn ermöglicht es ihnen, Nahrungsquellen über mehrere Kilometer hinweg aufzuspüren. So kommt es vor, dass sie Mülltonnen durchsuchen oder die Vorräte unvorsichtiger Camper finden. Trotz solcher Begegnungen sind Braunbären von Natur aus scheu. Sie meiden Menschen und bevorzugen große, dichte Wälder mit ausreichend Nahrung. Braunbären sind sehr kräftig und erstaunlich geschickt. Sie können gut klettern, schwimmen und lange Strecken zurücklegen. Anders als viele Menschen glauben, halten Bären keinen Winterschlaf. Vielmehr ist es eine sogenannte Winterruhe, in der der zwar die meiste Zeit geschlafen und der Stoffwechsel stark abgesenkt wird so dass die über den Sommer angefressenen Fettreserven zur Ernährung des Körpers ausreichen, trotzdem können Braunbären jedoch jederzeit aufwachen und sind dann auch manchmal im Winter außerhalb ihrer selbstgegrabenen Höhlen unterwegs.
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