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Das Steinzeithaus im Tiergarten Straubing ist ein besonderer Ort, an dem Natur, Kulturgeschichte und Tierhaltung zusammenkommen. Es erinnert an die Lebensweise der Menschen in der Jungsteinzeit – jener Epoche, in der der Mensch sesshaft wurde, Ackerbau betrieb und die ersten Haustiere hielt. Damit schlägt das Steinzeithaus eine Brücke zwischen der frühen Menschheitsgeschichte und der modernen Tierwelt des Tiergartens. Im Inneren des Hauses befindet sich eine Ausstellung, die sich den frühen Haustierrassen widmet. Viele der heute bekannten Nutztiere gehen auf steinzeitliche Vorfahren zurück, die damals erstmals gezähmt und gezüchtet wurden. Die Ausstellung zeigt, wie eng die Entwicklung der menschlichen Kultur mit der Domestikation von Tieren verbunden ist. Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine waren für die Menschen der Steinzeit nicht nur Nahrungsquelle, sondern lieferten auch Wolle, Leder, Knochen und Werkzeuge. Die frühen Haustierrassen unterschieden sich oft deutlich von den heutigen Zuchtformen – sie waren kleiner, robuster und besser an das Leben in freier Natur angepasst. Im Steinzeithaus wird außerdem anschaulich dargestellt, wie die Menschen damals lebten. Werkzeuge aus Stein, Knochen und Holz, einfache Gefäße und Nachbildungen von Alltagsgegenständen vermitteln ein Bild vom Leben vor mehreren tausend Jahren. Auch die Bauweise des Hauses selbst orientiert sich an archäologischen Funden: mit Holz, Lehm und Naturmaterialien, wie sie auch in der Jungsteinzeit verwendet wurden. Das Steinzeithaus verbindet damit auf eindrucksvolle Weise die Geschichte der Menschheit mit dem Schutz alter Nutztierrassen und zeigt, wie eng Mensch und Tier seit Jahrtausenden miteinander verbunden sind.
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