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An dieser Taststation erfahren Sie etwas über: Das heutige Deggendorf und seine Eingemeindungen Sie stehen vor einer Tafel, die 75 cm breit und 40 cm tief ist. Auf der rechten Seite können Sie den Umriss der heutigen Stadt Deggendorf ertasten. Innerhalb des Stadtgebiets sind unterschiedliche Flächen mit Nummern gekennzeichnet. Sie markieren die verschiedenen Stadtteile von Deggendorf. Die Donau können Sie als Linie ertasten. Ganz links befindet sich eine Legende zu den verschiedenen Flächen und ihrer Bedeutung. Nummer 1: die Altstadt Bis 1935 war das Stadtgebiet von Deggendorf noch sehr klein. Vom Gebiet der Gemeinde Schaching war es regelrecht eingekreist. Nur ein sehr kleiner Abschnitt der Donau hat zum Deggendorfer Stadtgebiet gehört. Nummer 2: Schaching 1935 ist die Gemeinde Schaching zu Deggendorf gekommen. Das war nicht ganz freiwillig. Erst die Gleichschaltung des Gemeinderats durch die Nationalsozialisten hat den Beschluss zur Eingemeindung nach Deggendorf möglich gemacht. Mit Schaching konnte Deggendorf seinen Zugang zur Donau vergrößern. Es hat große Flächen für Industrie und Wohnungsbau dazugewonnen. Die Einwohnerzahl ist von 8317 auf über 10.000 gestiegen. Nummer 3: Deggenau und Fischerdorf 1971 hat in Bayern eine große Gebietsreform begonnen. Deggendorf ist daraufhin erheblich gewachsen. Die Eingemeindung von Deggenau oberhalb der Donau hat wichtige Flächen entlang der Donau für einen Hafen gebracht. Mit Fischerdorf unterhalb der Donau hat sich das Stadtgebiet erstmals über die Donau ausgedehnt. Nummer 4: Mietraching und Greising Mit Mietraching und Greising hat sich die Stadt 1974 in Richtung zum Bayerischen Wald ausgedehnt. Diese Eingemeindungen haben Deggendorf das höchstgelegene Stadtgebiet mit 1116 Metern eingebracht. Nummer 5: Seebach 1976 hat Seebach als neuer Stadtteil den Industriestandort Deggendorf gestärkt. Die von der Familie Kunert gegründeten Textilwerke Deggendorf, TWD, waren nun im Stadtgebiet. Nummer 6: Natternberg Die Gemeinde mit der Burganlage ist auch 1976 zu Deggendorf gekommen. Die Burg war einst der Witwensitz von Herzogin Agnes. Sie hatte Deggendorf im Jahr 1316 das erste Stadtrecht verliehen. Auch Mainkofen mit dem Bezirkskrankenhaus und die Gemeinde Rettenbach waren mit Natternberg nun bei Deggendorf. Deggendorf hat damit die heutige Größe seines Stadtgebiets erreicht. Die eingemeindeten Stadtteile bewahren bis heute ihren eigenen Charakter. Viele lokale Vereine halten die Dorfgemeinschaften zusammen. Wie groß die Sehnsucht nach Heimat sein kann, erfahren Sie an der 5. Station. Gehen Sie zurück zum letzten Aufmerksamkeitsfeld und geradeaus weiter zur Taststation.