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Einfache Sprache
Hopfengarten nannte man ein solches überschaubare Feld, auf dem Hopfen hochgezogen wurde. Hier im Rottal wurde der Hopfen nur für die örtlichen Brauereien angebaut. Da in ganz Bayern Bier gebraut wurde, war bis ins 19. Jahrhundert der kleinflächige Hopfenanbau weit verbreitet. Um 1850 entwickelte sich im Hügelland zwischen Isar- und Donautal ein großräumiges Hopfenanbaugebiet – die Hallertau. Diese Region mit Anteilen in Ober- und Niederbayern ist heute das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Aus der Hallertau stammt auch der Lehnerhof, den Sie vor sich sehen. Hopfenanbau stellte auf diesem um 1840 entstandenen Hof einen Teil der Bewirtschaftung. „Hallertauer Drahtgerüst“ nennt man die Bauweise des Holzgestänges in diesem Hopfengarten. Daran werden die Drähte – zu früherer Zeit Schnüre – befestigt, an denen sich die Hopfentriebe hochwinden. Zur Erntezeit veranstaltet das Museum jeden September ein Hopfenfest. Dabei kann man das Hopfenzupfen wie in früheren Zeiten miterleben und stehen Musik und Bewirtung am Programm. Im Stadel des Lehnerhofs finden Sie eine Ausstellung über den Hopfenanbau. Dort erfahren Sie alles über die Hopfenpflanze, ihre Kultur, Ernte und Verarbeitung. Beschrieben wird auch die Entwicklung des weltweiten Hopfenhandels und der technische Wandel im Anbau.