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Einfache Sprache
Hier am Tanzerhof ist eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Geräten zu sehen. Die museale Ausstattung reicht von einfachen Handgeräten, die schon verwendet wurden, als der Hof 1879 gegründet wurde – bis hin zu Maschinen der 1950er und 1960er Jahre. Im Zuge der Industrialisierung wurden viele neue Geräte entwickelt, welche die bäuerlichen Arbeiten erleichterten. Dazu zählten zum Beispiel von Pferden zu ziehende Sämaschinen, Mähwerke und Heuwender und dampfgetriebene Dreschmaschinen. Durch die Mechanisierung entschärften sich die Arbeitsspitzen im Bauernjahr so weit, dass weniger Arbeitskräfte nötig waren als früher. Am Tanzerhof ist unter anderem die Entwicklung der Erntegeräte nachzuvollziehen. Sense und Sichel stammen noch aus der Zeit, als Gras und Getreide mit der Hand geschnitten wurden. Nur mit Holzrechen und Heugabeln machte man sich an die Arbeitsschritte nach der Wiesenmahd: das Heu zum Trocknen aufschichten, es auf den Fuhrwagen laden, es im Stadel einlagern und schließlich an das Vieh im Stall verfüttern. Für die Getreideernte wurde ein sogenannter Mähbinder entwickelt. Das Gerät, das hier auf der Obertenne zu besichtigen ist, übernahm den Halmschnitt und die automatische Bündelung zu Garben. Die Maschine wurde von einem Schlepper gezogen und angetrieben. Sie war der unmittelbare Vorläufer der selbstfahrenden Mähdrescher.