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Einfache Sprache
Die Paramente des Neuburger Ursulinenklosters dienten ursprünglich zur festlichen Ausschmückung der Klosterkirche St. Ursula (heute Studienkirche). Die Malereien und Bildwerke der Kirche korrespondieren eng mit den bildlichen Darstellungen und dem ornamentalen Schmuck der Stickereien. Auch der Austausch zwischen den Neuburger Ursulinen und Elisabeth Amalie von Hessen-Darmstadt, die ihren Witwensitz in Schloss Neuburg hatte, war sehr eng. Bereits 1694 lernte die Kurfürstin-Witwe im Düsseldorfer Ursulinenkloster die spätere Gründungsoberin M. Maria Ursula kennen. Auch in Neuburg pflegten die Damen den Kontakt. Elisabeth Amalie begleitete die Entwicklung des Neuburger Konvents mit großem Interesse und unterstützte mit finanziellen und materiellen Zuwendungen. Als sie 1709 in Neuburg verstarb, trauerten nicht nur die Ursulinen. Die Lobrede des Jesuitenpaters Nicolaus Staudacher, die an drei Tagen auf die Verstorbene gehalten wurde, ist mit emblematischen Kupferstichen von Franz Hagen illustriert. Dies zeigt die enge Verbindung des Hofmalers mit den kirchlichen Institutionen Neuburgs. Nach Aufhebung des Neuburger Ursulinenklosters 1813 im Zuge der Säkularisation wurden die kostbarsten Ornate und Antependien der neu gegründeten königlichen Stiftung Ursulinenfonds übereignet und blieben so in Neuburg weiterhin in Verwendung. 2009 wurde der im Studienseminar verbliebene Bestand mit den seit 1987 im Schloss präsentierten Teilen zusammengeführt und hier in Auswahl museal präsentiert.