Sprache
Einfache Sprache
Auf größeren Anwesen hatten Leute, die am Bauernhof mitarbeiteten, eine Wohngelegenheit im sogenannten „Inhaus“. Meist stellte das Inhaus zusammen mit einem Stall und einer Scheune eine eigene, wenn auch sehr kleine Wirtschaftseinheit innerhalb des Hofes dar. Im Vergleich zum Bauernhaus war die Einrichtung schlicht bis karg, wie man in der Stube dieses Inhauses sehen kann. Die „Inhäusler“ bekamen für ihre Mitarbeit am Hof Kost und Tageslohn. Auch durften sie auf kleinen Stücken Land ein bisschen Getreide und Kartoffeln anbauen und konnten sich ein paar Tiere für den Eigenbedarf halten. Das Arbeiten für den Bauern ging aber immer vor. Die Tagelöhner durften erst auf den ihnen überlassenen Feldstücken tätig werden, wenn die Arbeit für den Bauern getan war. In jüngerer Vergangenheit mussten die Inhäusler auch eine Miete zahlen. Oft wohnten im Inhaus kleine Familien. Alle Angehörigen hatten am Hof mitzuarbeiten. Der Bauer konnte nach Belieben entscheiden, wen er am Hof aufnehmen und wieder kündigen will. In diesem Inhaus am Petzihof wohnte zuletzt in einem Holzverschlag ein Kriegsgefangener, der in den 1940er Jahren hier Zwangsarbeiter war. Danach wurde das Haus nur noch als Werkstatt benutzt.