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Schloss Neuburg war die Residenz des 1505 gegründeten Fürstentums Pfalz-Neuburg. Die prächtige Anlage entstand am Ort einer spätgotischen herzoglichen Burg. Pfalzgraf Ottheinrich, der erste Landesfürst und spätere Kurfürst von der Pfalz, war Bauherr der drei anspruchsvollen Renaissancetrakte, die seit 1530 errichtet wurden. Ein herausragendes Denkmal der Reformation ist die 1543 unter seiner Regierung mit einem lutherischen Bildprogramm ausgemalte Schlosskapelle, der älteste protestantische Kirchenraum überhaupt. Sein Nachfolger Pfalzgraf Wolfgang ließ zu Beginn der 1560er Jahre die Hoffassade mit biblischen Szenen in Sgraffito-Technik gestalten, die ebenfalls zu den Besonderheiten des Schlosses zählt – wie auch der Rittersaal. Pfalzgraf Philipp Wilhelm ließ 1664 bis 1668 den barocken Osttrakt zwischen mächtigen Rundtürmen und die Schlossgrotten errichten. Dadurch wurde das Schloss zu einer der ersten Barockresidenzen. Die einstigen Wohn- und Staatsräume im Hauptgeschoss des barocken Ostflügels widmen sich der Kunst und Geschichte des Fürstentums Pfalz-Neuburg. Neben diesem spannenden Kapitel pfalz-bayerischer Geschichte können Sie die Staatsgalerie Neuburg – Flämische Barockmalerei, das Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung und die Paramente der Stiftung Ursulinenfonds Neuburg besichtigen. Wo immer Sie einen QR-Code finden, stehen Ihnen Hörtexte zur Verfügung. Die Bayerische Schlosserverwaltung wünscht Ihnen einen interessanten Rundgang!