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Einfache Sprache
An dieser Station erfahren Sie etwas über • Die Gestaltung von Raum 3 mit dem Thema „der Fluss“ und über • die frühe Besiedlung im Landkreis Deggendorf. Dieser Ausstellungsraum ist der Donau gewidmet. Die Lage von Deggendorf an der Donau hat die Stadtgeschichte auf vielfältige Weise geprägt. Der Raum unterscheidet sich stark von den beiden bisher besuchten Räumen. Er ist farblich hell und kühl gestaltet. Blautöne beherrschen den Raum. Die Glasvitrinen befinden sich auf Podesten, die vom Boden abgehoben sind. So wirken sie fast wie die Stege an einem Fluss. Hier erfahren Sie etwas über die Besiedlung vom Landkreis Deggendorf am rechten und am linken Donauufer. Vor allem die flache Ebene rechts der Donau war früh besiedelt. Aus dem Bereich links der Donau, die zu den Bergen des Bayerischen Waldes ansteigt, gibt es weniger archäologische Funde. Exemplarisch dafür können Sie Modelle von drei archäologischen Funden ertasten. Sie stehen vor einer Tafel, die 65 cm breit und 40 cm tief ist. Die Tafel hat 3 Bereiche. Sie können dort jeweils den Maßstab ertasten. Links können Sie ein Werkzeug ertasten. Es ist in der Steinzeit vor ungefähr 8000 Jahren entstanden. Damals konnte man Werkzeuge nur aus Stein herstellen. Es ist der obere Teil einer Steinaxt. Der Stein wurde glattgeschliffen und läuft an einem Ende zu einer Schneide zu. Das andere Ende ist eher rund. Dort können Sie eine kreisförmige Öffnung ertasten. Hier war ursprünglich der Holzgriff für die Axt durchgeführt und befestigt. In mühevoller Arbeit ist das Werkzeug geschliffen und nur mit einem Steinbohrer durchbohrt worden. Nur das Werkzeugteil aus Stein hat sich erhalten, das Holz ist längst verrottet. Das Steinbeil wurde in einem Altwasser der Donau bei Seebach gefunden. In der Mitte können Sie eine Lanzenspitze ertasten. Auch hier fehlt die Griffstange aus Holz. Die Spitze ist aus Bronze gegossen. Die Verarbeitung von Metall war ein großer Schritt in der Entwicklung der Menschheit und hat ganz neue Möglichkeiten für Werkzeuge, aber auch für Waffen eröffnet. So eine Lanze hat einen hohen Prestigegewinn für den Besitzer bedeutet. Sie stammt aus der mittleren Bronzezeit vor etwa 3500 Jahren. Die Archäologen haben die Lanzenspitze in Uttenhofen ausgegraben. Ganz rechts finden Sie ein Schmuckstück. Damit Sie es besser ertasten können, haben wir es stark vergrößert. Zeitlich befinden wir uns jetzt schon in der 1. Hälfte des 8. Jahrhunderts nach Christus, also vor etwa 1300 Jahren. Das Schmuckstück ist im Original aus vergoldetem Silber und besitzt Einlagen aus Granatsteinen. Es ist eine Brosche in Form eines Ess. Diese Fibeln haben zum Verschließen von Gewändern gedient und waren gleichzeitig ein Schmuck. Gefunden wurde die Ess-Fibel – so ist die archäologische Bezeichnung - in Künzing im Landkreis Deggendorf. Künzing ist ein bedeutender archäologischer Fundort. Besonders bekannt ist er, weil es hier ein römisches Kastell und ein Amphitheater gegeben hat. Dort gibt es auch ein archäologisches Museum mit vielen weiteren Funden. An der 14. Station finden Sie eine Schiffschraube vor. Gehen Sie vom letzten Aufmerksamkeitsfeld aus links zum 4. Aufmerksamkeitsfeld.