Sprache
Einfache Sprache
Gleich hinter dem Eingang des Tiergartens begegnen Besucherinnen und Besucher einer der vertrautesten Haustierarten überhaupt: dem Hausmeerschweinchen. Ihre typischen, quiekenden Laute erinnern ein wenig an kleine Schweine – und genau diesen Lauten verdanken sie ihren Namen. Nach Europa gelangten Meerschweinchen vor rund 400 Jahren, als Seeleute sie über den Atlantik mitbrachten. In ihrer südamerikanischen Heimat werden sie vor allem als Nutztiere gehalten, heute sind sie bei uns vor allem als beliebte Haustiere bekannt. Meerschweinchen sind sehr soziale Tiere mit einem ausgeprägten Gruppenverhalten. Sie kommunizieren über verschiedene Laute, Körperhaltungen und Duftmarken und fühlen sich nur in Gesellschaft wohl. Deshalb sollten sie niemals einzeln gehalten werden. Die in dieser Anlage zu sehende Haustierform ist das Ergebnis jahrhundertelanger Domestikation. Im Dannerhaus können Besucherinnen und Besucher die Wildform zum Vergleich kennenlernen: das Wildmeerschweinchen. Es ist in vielen Regionen Südamerikas verbreitet und unterscheidet sich deutlich von den Hausmeerschweinchen. Wildmeerschweinchen haben ein unauffälliges graubraunes Fell, einen schlankeren Körperbau und sind insgesamt scheuer und flinker. Der direkte Vergleich zwischen Haus- und Wildform zeigt eindrucksvoll, wie stark Domestikation Tiere verändern kann – in Verhalten, Körperbau und Sozialstruktur. Gleichzeitig erinnert er daran, dass selbst unsere vertrautesten Haustiere eine lange, spannende Geschichte haben, die tief in der Natur verwurzelt ist.
Bewerte diese Geschichte
